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Infoveranstaltung zum INTERREG IV B-Nordseeprogramm am 25.4.2013 in Hannover

Interreg-Projekte allgemein können auch forst- und holzwirtschaftliche Themen behandeln: Die BBSR-Projektdatenbank "Transnationale Projekte (INTERREG IV B) in Kooperationsräumen mit deutscher Beteiligung" weist derzeit insgesamt sieben Projekte zum Stichwort "Nachhaltige Forstwirtschaft" auf,  17 Projekte befass(t)en sich mit dem Wohnungsbau und damit oft auch mit Holz als "ökologischem" Baumaterial, z.B. das Projekt CAP’EM (Cycle Assessment Procedure for Eco-Materials).

INTERREG_LogoIn Hannover ging es speziell um das Nordseeprogramm und es wurden u.a. eine Reihe von Projekten aus der auslaufenden Förderperiode 2007-2013 vorgestellt. Daraus ergaben sich einige Erkenntnisse über den Nutzen der Mitwirkung an solchen Projekten für die beteiligten Organisationen, die hier präsentiert werden. Interessant für potentielle Antragsteller waren auch brandaktuelle Informationen über die neue Förderperiode ab 2014, die am Ende mitgeteilt werden.

 

In seinem Bericht über das Projekt MARE (Managing Adaptive REsponses to changing flood risk in the North Sea region) konzentrierte sich Paul Burkhard Schneider von der Landeshauptstadt Hannover auf die positiven Effekte der Mitwirkung an diesem Projekt für seine Verwaltung:

  • Die Fachleute würden auf den aktuellen Stand des Wissens gebracht.
  • Bei den Hochwasserschutzmaßnahmen konnte eine höhere Qualität und Lösungsvielfalt erreicht werden.
  • Die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Behörden (z.B. Wasserbehörde, Naturschtzbehörde usw.) wurde gefördert und alle lernen durch den gegenseitigen Austausch.
  • Die beteiligten Universitäten haben etwas über die Strukturen und Arbeitsabläufe in öffentlichen Verwaltungen gelernt und dafür Verständnis bekommen.
  • Die Datengrundlage der Stadt hinsichtlich der Gefährdung durch Hochwasser wurde wesentlich verbessert.
  • Durch die Zusammenarbeit mit ausländischen Partnern wurden die Englischkenntnisse und die interkulturellen Kompetenzen der Behördenmitarbeiter verbessert.
  • Es entstehen internationale Expertennetzwerke.

Kaffeepauses bei Interreg IV B-Treffen in HannoverGerade bei dieser internationalen Zusammenarbeit gab es aber auch Probleme, weil jeder Partner vorrangig seine eigenen Ziele verfolgte. Hierüber müsse man sich vorher genauer abstimmen.

Wichtig  (und gerade für Wissenschaftler nicht leicht) sei es gewesen, Veröffentlichungen zum Projekt in einer leicht verständlichen Sprache (wie ein "Sechzehnjähriger") zu verfassen.

Grundlegende praktische Hinweise dieser Art gab auch Dr. Ilke Borowski-Maaser (Freie Mediatorin und Forscherin), die über das Projekt WaterCAP-Cluster :

  • Interreg-Projekte müssen bei den wichtigen lokalen Akteuren (z.B. Landwirte) verankert werden.
  • Diese müssten für die Sache begeistert werden, z.B. auch durch persönliche Kontakte zu Europäischen Kommission usw..
  • Kurze, gut aufbereitete Projektbeschreibungen ("Wow-Stories"), die auch Probleme und Lösungsansätze dafür schildern, sind sehr wertvoll und hilfreich für andere Projekte und um politische Gremien auf die Bedeutung der Themen aufmerksam zu machen. Konkrete "Best Practice"-Fälle sind immer die besten Argumente, um Projektergebnisse auf andere Regionen übertragen zu können.
  • Man sollte unbedingt Projekttreffen in Brüssel stattfinden lassen, damit Fachleute der zuständigen Generaldirektionen dazu kommen können, ohne einen Dienstreiseantrag stellen zu müssen.
  • Wenn ein Projekt für andere Regionen nutzbare Erkenntnisse gewonnen hat und diese netsprechend bekannt werden, kommen dann auch manchmal Einladungen zu Vorträgen darüber. Ansonsten muss man auch aktiv erkunden, wer die Erkenntnisse gebrauchen kann.
  • Interreg-Projekte geben Freiräume für Experimente, auch bei der Kommunikation unter den Projektpartnern, z.B. über eine Facebook-Gruppe.

Zum Abschluss der Veranstaltung berichtete Dr. Katharina Erdmenger vom Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung über der aktuellen Stand der Planung für die Förderperiode ab 2014:

Die Interreg-Programme haben sich grundsätzlich den Zielen der "Europa 2020"-Wachstumsstrategie unterzuordnen.

Voraussichtlich werden daher vor allem Projekte gefördert, die sich einer der folgenden Prioritätsachsen zuordnen lassen:

  1. Innovation, Forschung
  2. Umwelt, CO2-arme Wirtschaft
  3. Klimawandel
  4. nachhaltiger Verkehr

Endgültige Entscheidungen und Informationen dazu sind im Herbst 2013 zu erwarten, sodass Anträge im Jahre 2014 gestellt wreden können (siehe http://www.interreg.de)